Einleitung der Geburt – So bereitest du dich vor

Einleitung Geburt Vorbereitung

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Geburtseinleitung: Wie bereite ich mich auf eine Einleitung vor?

Eine Geburtseinleitung ist für viele Schwangere erst einmal ein Thema, mit dem sie sich gar nicht so richtig beschäftigen möchten. Schließlich wünschen sich die meisten Frauen, dass ihre Geburt ganz von alleine losgeht. Und trotzdem ist die Einleitung mittlerweile ein Thema, das unglaublich viele Schwangere betrifft.

In meiner neuen Podcastfolge habe ich deshalb mit meiner lieben Freundin und Doula Victoria Goller darüber gesprochen, warum es so wichtig ist, sich bereits während der Schwangerschaft mit dem Thema Einleitung auseinanderzusetzen. Wir sprechen darüber, wann eine Einleitung sinnvoll sein kann, welche Möglichkeiten es gibt und vor allem, wie du dich mental und körperlich auf eine Geburtseinleitung vorbereiten kannst.

Denn eines ist uns beiden besonders wichtig: Auch eine eingeleitete Geburt kann eine schöne und selbstbestimmte Geburtserfahrung sein.

Warum du dich schon in der Schwangerschaft mit dem Thema Einleitung beschäftigen solltest

Wenn wir uns auf unsere Geburt vorbereiten, haben wir meistens eine ziemlich konkrete Vorstellung davon, wie sie beginnen soll. Irgendwann setzen die ersten Wehen ein, wir machen es uns zu Hause noch ein bisschen gemütlich und fahren dann irgendwann in die Klinik oder bereiten uns auf unsere Hausgeburt vor.

Aber was ist, wenn die Geburt eben nicht von alleine losgeht?

Es geht dabei überhaupt nicht darum, sich auf alle Eventualitäten vorzubereiten oder sich schon während der Schwangerschaft unnötig Sorgen zu machen. Aber wenn du vorher zumindest einmal gehört hast, was bei einer Einleitung auf dich zukommen könnte, stehst du nicht völlig unvorbereitet vor dieser Situation.

Warum wird eine Geburt eingeleitet?

Einer der häufigsten Gründe, weshalb das Thema Einleitung überhaupt aufkommt, ist das Überschreiten des errechneten Geburtstermins.

Auch wenn wir in der Geburtsvorbereitung immer wieder davon sprechen, dass der ET nur ein ungefährer Stichtag ist und Babys ihren ganz eigenen Geburtszeitpunkt haben, bekommt dieses Datum spätestens gegen Ende der Schwangerschaft eine ziemlich große Bedeutung.

Wenn dieser Tag dann aber verstreicht und das Baby immer noch gemütlich im Bauch bleibt, macht das mental schon einiges mit einem.

Gleichzeitig verändert sich häufig auch die medizinische Begleitung. Die Kontrolltermine werden engmaschiger und irgendwann steht dann die Frage im Raum, ob die Geburt eingeleitet werden sollte.

Neben dem Überschreiten des Geburtstermins können natürlich auch medizinische Gründe eine Einleitung sinnvoll machen. Beispielsweise, wenn die Versorgung des Babys nicht mehr optimal ist oder wenn Auffälligkeiten bei seiner Entwicklung festgestellt werden.

Auch die vermutete Größe des Babys kann dazu führen, dass über eine Einleitung gesprochen wird. Dabei ist es wichtig, die jeweilige Situation genau zu betrachten und zu verstehen, welche medizinischen Gründe tatsächlich hinter einer Empfehlung stehen.

Einleitung ja oder nein? Wie finde ich die richtige Entscheidung für mich?

Wenn die Ärztin oder der Arzt eine Einleitung empfiehlt, nehmen viele Schwangere das erst einmal als eine Entscheidung wahr, die bereits getroffen wurde.

Und natürlich geht es uns überhaupt nicht darum, medizinische Empfehlungen grundsätzlich infrage zu stellen. Aber du darfst verstehen wollen, warum dir eine Einleitung empfohlen wird und welche Möglichkeiten du hast.

Victoria empfiehlt deshalb, ganz bewusst Fragen zu stellen:

  • Warum wird mir eine Einleitung empfohlen?

  • Wie gut ist mein Baby aktuell noch versorgt?

  • Welche Risiken bestehen, wenn wir noch abwarten?

  • Welche Möglichkeiten habe ich neben einer Einleitung?

  • Wie viel Entscheidungsspielraum gibt es in meiner konkreten Situation?

Wenn du dich mit der Empfehlung nicht wohlfühlst oder sie nicht richtig nachvollziehen kannst, kann es außerdem sinnvoll sein, mit deiner Hebamme zu sprechen oder dir eine zweite Meinung in einer anderen Klinik einzuholen.

Denn auch Kliniken und Ärztinnen und Ärzte können Situationen unterschiedlich bewerten.

Und ganz wichtig: Du musst dafür kein halbes Medizinstudium absolvieren.

Es geht nicht darum, alles besser zu wissen, sondern darum, dass du deine Möglichkeiten kennst und am Ende das Gefühl hast, die Entscheidung bewusst mitgetroffen zu haben.

Denn genau dieses Gefühl von Mitbestimmung kann einen großen Unterschied darin machen, wie du deine Geburt später in Erinnerung behältst.

Wie lange dauert eine Geburtseinleitung?

Vielleicht ist das eine der größten Überraschungen, wenn man sich zum ersten Mal mit einer Geburtseinleitung beschäftigt.

Eine Einleitung bedeutet nicht automatisch, dass du wenige Stunden später dein Baby in den Armen hältst.

Natürlich kann es schnell gehen. Manchmal braucht der Körper aber auch deutlich länger, bis die Geburt tatsächlich in Gang kommt.

Manchmal werden durch die Medikamente erste Wehen ausgelöst, die dann aber wieder verschwinden. Manchmal braucht der Körper einfach mehrere Anläufe, bis die Geburt richtig beginnt.

Und genau diese Ungewissheit kann mental unglaublich anstrengend sein.

Deshalb ist es so wichtig, mit einer realistischen Erwartungshaltung in die Einleitung zu gehen und sich bewusst zu machen, dass diese erste Phase möglicherweise deutlich länger dauert als gedacht.

Mentale Vorbereitung: Wie kannst du dich auf eine Einleitung vorbereiten?

Während du den medizinischen Ablauf der Einleitung nur begrenzt beeinflussen kannst, gibt es durchaus einige Dinge, mit denen du dich selbst unterstützen kannst.

Die Schwangerschaft bewusst verabschieden

Wenn dein Einleitungstermin feststeht, nimm dir am Abend vorher noch einmal ganz bewusst Zeit, um deine Schwangerschaft zu verabschieden.

Macht es euch gemütlich, sprecht darüber, wie es euch gerade geht, und macht euch bewusst, dass ihr beim nächsten Nachhausekommen wahrscheinlich euer Baby mitbringen werdet.

Du kannst auch einen Brief an dein Baby schreiben oder eine Meditation hören, die dich dabei unterstützt, dich innerlich auf die bevorstehende Geburt einzustellen.

Schaffe dir einen Ort, an dem du dich wohlfühlst

Wenn sich eine Einleitung über mehrere Tage zieht, verbringst du möglicherweise ziemlich viel Zeit auf einem Krankenhauszimmer.

Und so ein Krankenhauszimmer ist nun wirklich nicht unbedingt der gemütlichste Ort.

Nimm dein eigenes Kissen mit, vielleicht eine vertraute Decke, eine kleine Lampe, eine Lichterkette oder deine Affirmationskarten. Auch Musik oder ein vertrauter Duft können dabei helfen, dass du dich wohler fühlst.

Überlege dir vorher, was dir in schwierigen Momenten hilft

Natürlich gibt es keinen Knopf, mit dem wir unsere Anspannung, unsere Angst oder unsere Ungeduld einfach ausschalten können.

Und wenn du schon seit Tagen in der Klinik bist und das Gefühl hast, dass es einfach nicht vorangeht, darfst du auch genervt, traurig oder frustriert sein.

Umso wertvoller ist es, wenn du dir schon vorher Gedanken darüber machst, was dir in solchen Momenten helfen könnte.

Vielleicht ist es eine Meditation, ein Spaziergang, ein bisschen Ablenkung oder einfach ein Gespräch mit einem vertrauten Menschen.

Noch mehr Unterstützung für deine Geburtseinleitung

Damit du dich nicht nur im Vorfeld, sondern auch während deiner Einleitung gut begleitet fühlst, haben Victoria und ich ein Workbook für dich erstellt. Darin findest du kleine Rituale, mentale Impulse, praktische Tipps und Yogaübungen, die dich durch die verschiedenen Phasen deiner Einleitung begleiten können. So hast du auch in der Klinik etwas an der Hand, das dich dabei unterstützt, immer wieder bei dir anzukommen und diese besondere Zeit möglichst selbstbestimmt zu gestalten.

[Hier geht’s zu unserem Workbook zur Geburtseinleitung →]

Eine Geburtseinleitung darf trotzdem eine schöne Geburtserfahrung sein

Eine Geburtseinleitung muss nicht automatisch etwas Negatives sein.

Ja, sie kann körperlich und mental herausfordernd sein. Ja, vielleicht läuft einiges anders, als du es dir ursprünglich vorgestellt hast.

Aber du hast trotzdem Möglichkeiten, deine Geburt aktiv mitzugestalten.

Du darfst Fragen stellen, Entscheidungen treffen, deine Wünsche äußern und auch immer wieder neu entscheiden, was sich für dich richtig anfühlt.

Und du darfst dir diese Zeit so schön machen, wie es unter den jeweiligen Umständen möglich ist.

Höre dir jetzt die ganze Podcastfolge an

In meiner Podcastfolge „Wie bereite ich mich auf eine Einleitung vor?“ spreche ich mit Doula Victoria Goller noch viel ausführlicher darüber, was dich bei einer Geburtseinleitung erwartet.

Wir teilen unsere persönlichen Erfahrungen, sprechen über die verschiedenen Einleitungsmethoden, die mentale Vorbereitung und darüber, wie du dich auch während einer längeren Einleitung körperlich und emotional unterstützen kannst.

Wenn bei dir eine Einleitung im Raum steht oder du dich einfach schon während deiner Schwangerschaft darauf vorbereiten möchtest, dann hör unbedingt rein.

Oder als Video ansehen auf Youtube

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