Journaling in der Schwangerschaft & im Mama Alltag

Journaling Schwangerschaft und Mütter

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Neulich habe ich in einer Insta Story davon berichtet, dass ich mit einer Freundin eine kleine Journaling Challenge am Laufen habe und das Feedback dazu war so riesig, dass ich das Thema gerne mit Blick auf die Schwangerschaft und das Mama Leben aufgreifen wollte.

Du erfährst in diesem Beitrag:

  • Was ist Journaling?
  • Was sind die positiven Effekte davon?
  • Journaling Beispielfragen für deine Schwangerschaft und das Mama Leben
  • Tipps für deine Journaling Routine 

Übrigens: Diesen Blogbeitrag gibt es auch zum Hören als Podcastepisode in meinem Podcast Meditationen für die Schwangerschaft. Wenn du lieber zuhörst statt liest, höre dir die Folge hier an: 

1. Was ist Journaling?

Früher hätte man vermutlich einfach Tagebuch schreiben dazu gesagt. Doch eine bewusste Form von Journaling ist heute noch mehr. Du schreibst nieder, was dir durch den Kopf geht. Das kann helfen, Klarheit und Fokus in dein Leben zu bringen. Oder manchmal einfach nur, um etwas rauszubekommen, was beschäftigt. Und wenn es einmal runtergeschrieben ist, fühlt es sich viel greifbarer an oder wie Ballast, der aus dem Kopf heraus ist.

Oft werden Dinge für einen verständlicher oder bewusster, wenn man sie niederschreibt. Ich bin ein sehr großer Fan des Schreibens, allein deshalb, dass das Schreiben entschleunigt. Es ist eine Form sich auszudrücken. Manche machen das, indem sie stundenlang mit FreundInnen quatschen. Ein anderer Weg wäre eben das für sich selbst reflektieren und aufschreiben.

Das Moderne Journaling, wird meist durchgeführt, um sich auf irgendwas Bestimmtes auszurichten: Auf ein Leben, das man für sich manifestieren möchte, indem man sich eben ganz bewusst hinsetzt, und sich mit Hilfe des Journalings klar macht – wie möchte ich eigentlich meine Zeit hier auf der Erde verbringen?

Und das ist eben wie ich finde auch etwas ganz wichtiges und schönes in der Schwangerschaft, aber auch im Mama Dasein: Wie möchte ich meine Schwangerschaft verbringen? Möchte ich mich diesem Allgemeinen Bild von der leidenden Schwangeren mit Beschwerden und dies und jenem und Shopping Wahn und tausend Fragen vom Umfeld hingeben. Oder möchte ich einfach diese Zeit erleben, verbunden sein mit meinem Baby, und das anzunehmen was da ist.

Genauso auch im Mama Alltag. Hier finde ich Journaling auch noch einmal besonders wertvoll. Denn nach der Geburt unseres Kindes steht die Welt für uns Kopf. Plötzlich ist alles anders. Viele Mamas stellen sich auf einmal Fragen nach der Sinnhaftigkeit ihres Daseins, der Ausrichtung des Lebens. Elternzeit zu Hause, plötzlich nicht mehr den Berufsalltag zu haben, das ist in der Regel was Neues. Da unterstützt dich Journaling auch darin Klarheit zu bekommen, wie du diese Zeit mit deinem Kind verbringen möchtest. Es gibt dir Struktur. Vielleicht kommen dir auch Fragen nach deiner beruflichen Ausrichtung, auch das kannst du super mit Hilfe von Journaling unter die Lupe nehmen. 

In der Regel hat man beim Journaling ein paar Fragen, durch die man sich täglich leiten lässt. Dafür gebe ich dir weiter unten einige Beispiele.

2. Welche positiven Effekte hat das Journaling?

Journaling macht glücklicher. Gerade, wenn man Dankbarkeitsfragen in seinem Journal beantwortet, merkt man schnell “ach wow, mein Leben ist eigentlich echt doch cool” und merkt, dass man doch eigentlich in einer Grundzufriedenheit und Glücklichkeit ist. Gerade nach einem fiesen Tag, mit Baby oder wenn irgendwas in der Schwangerschaft doch unschön läuft: sich hinzusetzen und wieder bewusst zu machen, wofür man dankbar ist, und es geht einem wirklich gleich besser.

Ich für mich selbst weiß z.B. zumindest vom Kopf her, dass mir Journaling einfach richtig gut tut. Und dann gibt es zwischendurch vielleicht mal grauere Phasen, weil ein paar Dinge mies liefen. Ich merke oh ich bin auch aus meiner Journaling Routine raus. Dann nehme ich im Idealfall alle Kraft zusammen und setze mich wieder hin zum Schreiben, weil ich genau weiß, ja es wird mir danach wieder besser gehen. Nach 2-3 Tagen merke ich sofort einen Effekt.

Es hilft auch deinen Stress zu reduzieren. Indem du belastendes raus nimmst aus deinen Gedanken, deinem Körper, ist es echt als würdest du ein Stück Ballast abgeben. Du lernst liebevoll mit dir umzugehen und auf dich zu achten, bekommst ein besseres Gespür und kannst auch schneller, erkennen, wenn du gerade belastet bist und du dich wieder mehr um dich kümmern darfst. Gerade in der Schwangerschaft ist es so wichtig, dass es dir gut geht. Und auch als Mama kannst du nur für dein Baby gut da sein, wenn es dir selbst auch gut geht und du dir erlaubst, dich um dich selbst zu kümmern.

Du kannst auch deinen Schlaf verbessern. Wenn du z.B. Abends regelmäßig schreibst, kommt auch hier wieder das Thema Dinge aus dem Kopf kriegen. Vor dem Zubettgehen Ballast rausnehmen. Mit Dankbarkeit in den Schlaf finden, wirkt sich zauberhaft auf ihn aus 

Journaling unterstützt dich auch Ziele zu erreichen, indem du dich ganz bewusst darauf ausrichtest. Vielleicht ist es auch erstmal dein Wunsch Ziel zu erkennen und dann eben als schriftlich dokumentiertes Ziel vor dir zu haben.

3. Beispiel Journaling Fragen für die Schwangerschaft und deinen Alltag als Mutter

Du kannst dir entweder ein leeres Notizbuch nehmen und darin deine eigenen Fragen notieren, die du regelmäßig beantworten willst. Oder du kannst auch spontane Impulsfragen aus einem großen Pool von Fragen nehmen. Es gibt etliche Vorlagen und Ideen im Internet. Es gibt auch schöne angeleitete Journals mit einer vorgegebenen Struktur und Fragen. 

Was du auch machen kannst, ist eine Art Lesezeichen basteln, auf dem du dir deine Journaling Fragen notierst, die du täglich beantworten möchtest und dann legst du es jeden Tag auf die neue Seite an und schreibst. 

Für deine eigene Journal Vorlage hab ich jetzt ein paar Beispiele für dich. Es gibt einige allgemeine Fragen, die für meinen Geschmack immer dazu gehören. Außerdem folgen einige Beispiele für dich jeweils für die Schwangerschaft und für deinen Alltag als Muddi. 

Bei den Fragen kommt es teilweise darauf an, zu welcher Tageszeit du gerne journalst, also wann es für dich am besten passt. Du kannst Fragen wählen, mit denen du bewusst in den Tag startest und dir etwas für den Tag vornehmen möchtest. Oder du wählst Fragen, mit denen du den Tag reflektierst, Themen vor dem zu Bett gehen nochmal aus deinem Kopf rausnimmst, Klarheit bekommst.

Nimm dir einen Zettel und Stift und notiere gern direkt die Fragen, die dich ansprechen.

Allgemeine Fragen:

  • Wofür bin ich heute dankbar?
  • Morgens: Worauf möchte ich mich heute ausrichten?/Was ist die meine Intention des Tages? (Ein Gefühl, ein Leitsatz, etwas, das du dir vornimmst, Beispiele: In Fülle denken, gelassen bleiben…)
  • Welches ToDo möchte ich heute unbedingt erledigen?
  • Abends: Auf welches Erlebnis bin ich heute stolz? Was habe ich heute erfolgreich geschafft? Was habe ich heute schönes erlebt? (1-3 Stichpunkte)
  • Was hat mich heute davon abgehalten, zu tun, was ich tun möchte
  • Gedanken, den du loslassen möchtest
  • Gedanken, den du festhalten möchtest
  • Für was möchte ich mir heute/ morgen mehr Zeit nehmen

Schwangerschaft:

  • Was habe ich heute (werde ich tun) Gutes für meinen Körper getan? Der Körper spielt in der Schwangerschaft eben eine große Rolle.
  • Habe ich heute schon einen Moment voll und ganz mit meinem Baby gehabt?
  • Was habe ich heute zur Vorbereitung auf die Geburt gemacht? (Atemübungen, Meditation, Kurs besucht…)
  • Wie fühle ich mich heute ?
  • Schwangerschaftsmeilenstein oder Woche notieren

Für Mütter:

  • Wo habe ich heute etwas allein für mich gemacht?
  • Wie fühlt sich mein Energielevel gerade an?
  • Welchen schönen Moment hatte ich heute mit meinem Kind?
  • Wo hätte ich heute etwas gebraucht?

4. Tipps für deine Journaling Routine

Wichtig ist, dass der Prozess in deinen Tag passt. Entweder morgens und abends, oder nur morgens oder abends. Hauptsache es fühlt sich nicht falsch irgendwo eingepresst an. 

Oft macht die Vorlage in einem gedruckten Journal Stress jeden Tag hineinzuschreiben. Versuche allerdings deine Routine nicht mit Druck zu verbinden. Wenn du ein paar Tage in der Vorlage nicht gefüllt hast… wen interessiert es?

In der Regel merkst du, dass es dir gut tut und du automatisch Lust bekommst nach ein paar Tagen wie ganz von allein weiterzumachen. Und wenn mal Pause ist, ist auch nicht schlimm. Ich habe selbst eine on off Beziehung mit meinem Journal (und z.B. jetzt eine Vorlage gehabt, die mich einfach nicht gut motiviert hat!).

Also wichtig ist auch die richtige Vorlage. Vielleicht ist es für dich sogar am besten, wenn du einfach ein leeres Journal nimmst und dich mit deinen eigenen Fragen probierst.

Ich mache es in der Regel so, dass ich ein Journal für ein Jahr nutze und damit auch  mein Jahr reflektiere und mich bewusst für das neue Jahr ausrichte. 

Ich freue mich total, wenn ich dich anstecken konnte mit dem Journaling zu starten oder es mal wieder aufzunehmen, oder dir einfach Inspiration bei deiner Journaling Technik zu geben. Vielleicht hast du dir ein paar Fragen notiert, die du künftig für dich nutzen möchtest, vielleicht möchtest du auch nochmal nach oben scrollen, was für dich in Frage kommt.

Und dann starte einfach gleich los.

Alles Liebe,

Deine Sabrina

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